Workshop der 7b im Industriemuseum Lauf

Am Mittwoch, den 11. Dezember 2013, nahm die Klasse 7b im Industriemuseum in Lauf an einem Workshop der besonderen Art teil. Unter Anleitung von Herrn Hochreuther und Frau Schmidt bauten die Schüler ein funktionsfähiges Modell einer Dampfmaschine zusammen und lernten somit durch praktisches Tun deren Funktionsweise genauer kennen und verstehen.

Mit dem Zug ging es um 8.10 Uhr vom Bahnhof Schnaittach los. Nach einer Bahnfahrt von 15 Minuten erreichten wir Lauf. Vom dortigen Bahnhof war es bis zum Industriemuseum nicht weit. Am Museum warteten wir nicht lange auf Herrn Hochreuther, der uns in die Museumswerkstatt, einer ehemaligen Dreherei der 1991 stillgelegten Fabrik Dietz & Pfriem, führte. Dort warteten an einem langen Tisch für jeweils 2 Schüler 2 Plastikkisten mit Inhalt. Etwas überrascht waren wir, als wir erfuhren, dass wir das Modell einer Dampfmaschine, das in der Mitte des Tisches aufgebaut war, selbstständig zusammenbauen sollten. Wir öffneten die Kisten und fanden dann die Dampfmaschine zerlegt in Einzelteilen darin vor. Außerdem befand sich in einer der Plastikkisten eine Bauanleitung. Wir machten uns sofort ans Werk und konnten mit Hilfe von Herrn Hochreuther und Frau Schmidt vom Industriemuseum Lauf innerhalb von ungefähr 1,5 Stunden eine fertige Dampfmaschine bauen. Dies war oft gar nicht so leicht, da die Einzelteile, wie zum Beispiel Schraubern oder Muttern, sehr klein waren und nur mit Mühe festgezogen werden konnten. Aber alle schafften es.

Nach einer Frühstückspause kam dann der spannende Moment, ob unsere Maschinen überhaupt funktionieren würden. Wir füllten die Kessel unserer Modelle mit destilliertem (entkalktem) Wasser, entzündeten zum Anheizen des Wassers unter dem Kessel in einer Halterung getrockneten Brennspiritus (Esbit) und warteten, was passiert. Bereits nach kurzer Zeit hatte sich Dampf im Kessel gebildet. Mit etwas Unterstützung kam dann das Schwungrad in Bewegung. An dieses Schwungrad schlossen wir mit Hilfe von „Riemen“ andere Maschinen an, z.B. kleine Bohrmaschinen, Sägen oder Hämmer. Leider waren bereits nach 10 Minuten der Brennstoff und das Wasser im Kessel verbraucht.

Im Anschluss an unsere Arbeit konnten wir dann eine Dampfmaschine in Originalgröße beim Arbeiten beobachten. Zwar wurde diese mit Hilfe eines Elektromotors angetrieben, aber man konnte sich sehr gut vorstellen, wie eine große Dampfmaschine arbeitete.

Zuletzt kehrten wir in die Museumswerkstatt zurück und zerlegten unsere Dampfmodelle wieder.

Da wir bis zur Abfahrt unseres Zuges zurück nach Schnaittach noch Zeit hatten, konnten wir uns noch auf dem Weihnachtsmarkt im Lauf umsehen. Um 13.00 Uhr erreichten wir – trotz Bombenentschärfung in der Nähe des Nürnberger Hauptbahnhofes – pünktlich wieder den Bahnhof in Schnaittach.