Nürnberg Tag

Am Nürnberg Tag der Mittelschule Schnaittach machte die Klasse 7a vor dem Besuch des Christkindlesmarktes eine Stadtführung.

Um 11.12 Uhr fuhren wir in Schnaittach mit dem Zug los. Da der Hauptbahnhof wegen der Entschärfung einer Bombe aus dem 2. Weltkrieg gesperrt war, mussten wir in Neunkirchen umsteigen und am Ostbahnhof die Straßenbahn bis zum Rathenauplatz nehmen. Den restlichen Weg zum Hauptmarkt liefen wir dann zu Fuß.

An der Spitalapotheke begann Frau Ritter dann mit unserer Führung zu dem Buch Oskar und die verschwundenen Kinder. Da das Buch vor 500 Jahren spielt erzählte sie neben der Handlung vor allem über das Leben der Menschen zu dieser Zeit.

Beim Rundgang um das Heilig Geist Spital, dem Haupthandlungsort der Geschichte, erfuhren wir, dass es damals ein Krankenhaus war und wegen des Platzmangels innerhalb der Stadtmauern über das Wasser der Pegnitz gebaut wurde.

Als nächstes kamen wir an die Findelgasse, die so heißt, weil dort früher das Waisenhaus stand, also das Haus für Findelkinder.

Im Hof des Spitals, der über dem Wasser der Pegnitz liegt, berichtete Frau Ritter, dass es damals keine Fenster gab und nur die Reichen sich Fenster mit sogenannten Butzenscheiben leisten konnten. Danach zeigte sie uns noch die Grabsteine von zwei Stiftern des Spitals, die dort gelagert sind, weil die Kirche in der sie waren im Krieg zerstört wurde.

Im nächsten Hof zeigte sie uns dann den Brunnen des Spitals. Das Wasser musste damals aus 4 km Entfernung durch Holzröhren geleitet werden, da das Grundwasser viel zu dreckig war. Dies war auch ein Grund dafür, dass die Menschen damals viel Bier tranken, da es steril war.

Zum Schluss liefen wir noch zum alten Rathaus um uns wieder etwas aufzuwärmen. Dort erzählte Frau Ritter noch über die Strafen zur damaligen Zeit. Strafen wurden damals nämlich öffentlich gezeigt, um die Menschen abzuschrecken. Zum Beispiel der Pranger, an dem man für mehrere Stunden gestellt wurde. Dabei durfte er allerdings von niemandem verletzt, sondern höchstens mit Schmutz beworfen und beschimpft werden.

Nun durften wir noch in Gruppen über den Weihnachtsmarkt laufen. Dabei trafen dann einige aus der Klasse auf das Christkind, das durch seine Anwesenheit Freifahrten auf dem Karussell ermöglichte. Außerdem wurde neben Leckereien auch noch das eine oder andere Weihnachtsgeschenk gekauft.

Nach gut einer Stunde trafen wir uns am Treffpunkt und liefen zum Hauptbahnhof, der nun wieder geöffnet war und fuhren zurück nach Schnaittach, wo wir um 15.50 Uhr wieder ankamen.

Von Lara H., Madlene, Dominik, Jordy